Der Schwerpunkt im Ergänzungsunterricht (EU) der Klasse 9 lag im Schuljahr 25/26 auf der Berufsorientierung. Themen wie Berufsfelder, Bewerbungen und Betriebsvorstellungen standen dabei im 1. Halbjahr im Fokus. Daneben spielte immer wieder die Orientierung nach einem geeigneten Berufsfeld eine begleitende Rolle. Entsprechend wurde im 2. Halbjahr ein EU-Kurs gewählt, der den gewünschten beruflichen Neigungen entsprach.
Allgemein war es für das 2. Halbjahr das Ziel vertiefende Einblicke in ein Berufsfeld und neben den theoretischen Grundlagen auch insbesondere durch Besichtigungen von Betrieben und Einrichtungen praxisnahe Eindrücke zu bekommen.
Der EU-Kurs Handwerk besuchte zunächst den Maschinen-und Gerätebauer Schmidt und Remmert (SR Fertigungstechnik) und erhielt neben einer Werksführung auch einen interessanten Einblick in das Portfolio des Betriebes, insbesondere die Fertigung für namenhafte Autobauer.
Die nächste Besichtigung fand beim Kooperationspartner Sedus statt. Nach einer Besichtigung der Ausstellung (hier entdeckten die Schülerinnen und Schüler auch Schulmöbel des Geseker Lernmodells) wurden die Gruppen durch die Abteilungen geführt von der Planung bis zur Produktion und Abfertigung. Mit diesen positiven Eindrücken folgten zwei Monate später einige Schülerinnen und Schüler der Einladung zum Praxistag bei Sedus.
Bei der Firma Wassermann stand Praxis im Vordergrund. Nach einer Info über das Tätigkeitsfeld des Gas-, Wasser- und Heizungsinstallateurs bekamen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bei einer mobilen Ölpumpe die Filter zu wechseln.
Was alles aus Kunststoff produziert werden kann und welche namenhaften Betriebe auf die Produkte der Firma Hunold und Knoop zurückgreifen erfuhren die Schülerinnen und Schüler bei der nächsten Besichtigung. Neben allgemeinen Infos zum Betrieb und Produkt erhielt man insbesondere einen interessanten Eindruck wie Formgebung bei Kunststoffen funktioniert und in hoher Stückzahl gefertigt werden kann.
Ein bekannter Partner für Besichtigungen ist die Firma Blomenröhr. In drei Gruppen konnten die Schülerinnen und Schüler insbesondere praktisch tätig werden. Wetterbedingt wurde statt Staplerfahren der Kran bedient, das Schutzgasschweißen war besonders beliebt. Daneben konnte man vom Aufbau bis zur Lackierung sehen, wir ein Anhänger produziert wird.
Die Firma Schonlau ist vielen ein Begriff aber die wenigstens wissen eigentlich was hier produziert wird. In zwei Gruppen wurden die Schülerinnen und Schüler durch den Betrieb geführt und sie bekamen zu Beginn gezeigt welche Eisenprodukte hier für Deutschland und den Weltmarkt gegossen werden. Recht spektakulär wurde es dann als aus sicherer Entfernung beobachtet wurde, wie geschmolzenes Eisen in eine große Form gegossen wurde und die Funken nur so sprühten.
Auf der GAME entstand der Kontakt zur Firma Dreker Bauunternehmen. Da dieser Betrieb seinen Sitz nicht in Geseke hat kam der Chef höchstpersönlich in die Schule um die Schülerinnen und Schüler über die Berufe rund um den Bau zu informieren und auf Fragen einzugehen.
Die Betriebsbesichtigungen können ein wichtiger Baustein für die Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler sein. Das zeigen nicht nur die positiven Reaktionen auf beiden Seiten, sondern auch die Praktika, die aus Besichtigungen entsprungen sind.
Ein großer Dank gilt an dieser Stelle den Geseker Betrieben, die uns als Schule Besichtigungen möglich machen und interessante Einblicke gewähren. Die Kooperationsbereitschaft und Offenheit ist beispielhaft! Wenn man dann noch sieht, wie viele Produkte des Weltmarkts auf Produktionen aus Geseke zurückgreifen und wie zukunftssicher in Zeiten von KI das Handwerk sein kann spricht Vieles für eine entsprechende Ausbildung in Geseke.
(Text und Fotos: BRO)